Suchmaschinenoptimierung

Interne Verlinkung

Interne Verlinkung bezeichnet die Verknüpfung von Seiten innerhalb derselben Website – sie steuert, wie Crawling-Ressourcen und Linkstärke verteilt werden, und verbessert die Nutzerführung.

Was ist interne Verlinkung?

Interne Verlinkung umfasst alle Hyperlinks, die von einer Seite einer Website auf eine andere Seite derselben Website zeigen. Sie ist damit das Gegenteil externer Verlinkung (Backlinks). Intern verlinkt werden kann in Fließtexten, Navigationsmenüs, Breadcrumbs, Footern, verwandten Artikeln oder speziellen Empfehlungsblöcken.

Einordnung

Interne Verlinkung ist einer der am meisten unterschätzten SEO-Hebel. Während Backlinks von Drittseiten abhängig sind, liegt die interne Verlinkung vollständig in der Hand des Websitebetreibers. Sie erfüllt gleichzeitig zwei Funktionen: Sie hilft Google beim Crawling (Entdeckung neuer und Bewertung bekannter Seiten) und sie verteilt Linkstärke (PageRank-Fluss) innerhalb der Website.

Wie funktioniert interne Verlinkung für SEO?

Google folgt internen Links beim Crawling und überträgt dabei SEO-Signale von verlinkender auf verlinkte Seite. Wichtige Prinzipien:

  • Ankertexte: Der sichtbare Linktext gibt Google einen semantischen Hinweis auf das Thema der Zielseite. Allgemeine Ankertexte wie „hier klicken" haben wenig Wert – beschreibende Ankertexte wie „Core Web Vitals optimieren" sind deutlich effektiver.
  • Hierarchie: Wichtige Seiten sollten mehr interne Links erhalten als unwichtige. Pillar Pages sollten aus möglichst vielen Cluster-Artikeln verlinkt sein.
  • Tiefe: Je mehr Klicks ein Nutzer (oder Crawler) benötigt, um eine Seite zu erreichen, desto weniger Linkstärke erhält sie. Wichtige Seiten sollten idealerweise in maximal drei Klicks erreichbar sein.
  • Neue Inhalte: Jeder neue Artikel sollte intern verlinkt werden – sonst droht er zur Orphan Page zu werden.

Praxisbeispiel

Ein Technologie-Blog veröffentlicht wöchentlich neue Artikel, ohne dabei systematisch intern zu verlinken. Eine Analyse mit Screaming Frog zeigt: 40 Prozent der Artikel haben weniger als zwei interne Eingehende Links. Nach einem gezielten internen Verlinkungsprojekt – bei dem ältere relevante Artikel auf neue verlinken und umgekehrt – verbessern sich die Rankings der betroffenen Seiten messbar, und der Crawl-Report in der Search Console zeigt deutlich mehr gecrawlte URLs pro Tag.

Verwandte Begriffe

Interne Verlinkung ist eng verbunden mit Topical Authority, Pillar Pages, Content Cluster und Orphan Pages. Sie ist ein Kernbestandteil von On-Page-SEO und technischem SEO.

Das klingt komplex? Klickweise übernimmt alle Aufgaben rund um interne Verlinkung für Unternehmen am Niederrhein und im Westmünsterland. → Mehr erfahren

Häufig gestellte Fragen zu Interne Verlinkung

Wie viele interne Links pro Seite sind optimal?
Google gibt keine offizielle Empfehlung. Als Faustregel gilt: so viele wie inhaltlich sinnvoll, typischerweise 3–10 pro Artikel. Wichtiger als die Anzahl ist die Relevanz und die Qualität der Ankertexte.
Sind Navigation-Links auch interne Links?
Ja, aber sie übertragen weniger SEO-Wert als kontextuelle Links im Fließtext. Google gewichtet Links, die inhaltlich in den Text eingebettet sind, höher als reine Navigations- oder Footer-Links.
Was passiert mit Seiten ohne interne Links?
Sie werden zu Orphan Pages: Seiten, die Google schwer oder gar nicht findet, weil kein interner Pfad zu ihnen führt. Ohne Crawling keine Indexierung, ohne Indexierung kein Ranking.
Zurück zur Begriffsübersicht