Google Ads & PPC

Remarketing

Remarketing ist die gezielte Wiederansprache von Nutzern, die eine Website bereits besucht haben, mit personalisierten Anzeigen auf Google, Meta oder anderen Plattformen.

Was ist Remarketing?

Remarketing (auch Retargeting genannt) bezeichnet die Strategie, Nutzer, die eine Website oder App bereits besucht haben, mit gezielten Anzeigen erneut anzusprechen. Das Ziel: Menschen, die sich für ein Produkt oder eine Dienstleistung interessiert, aber noch nicht konvertiert haben, wieder zurückzuholen. Google Ads und Meta Ads (Facebook/Instagram) bieten leistungsfähige Remarketing-Funktionen, die heute zu den kosteneffizientesten Kanälen im Performance-Marketing zählen.

Einordnung

Remarketing nutzt den Umstand, dass die meisten Website-Besucher beim ersten Kontakt nicht kaufen oder anfragen. Studien zeigen, dass 97 % der Erstbesucher eine Seite verlassen, ohne zu konvertieren. Remarketing schafft mehrere Touchpoints in der Customer Journey und steigert die Markenbekanntheit durch wiederholte Sichtbarkeit – ein Prinzip, das in der Offline-Werbung schon lange bekannt ist, im digitalen Umfeld aber präzise auf das Nutzerverhalten zugeschnitten werden kann.

Wie funktioniert das?

Technisch basiert Remarketing auf Cookies oder Login-basierten Identifikatoren. Ein kleines JavaScript-Snippet (der Google Ads Remarketing-Tag oder Meta Pixel) wird auf der Website eingebunden. Besucht ein Nutzer die Seite, wird er einer Remarketing-Liste hinzugefügt. Diese Liste wird dann in Google Ads oder Meta Ads als Zielgruppe für Anzeigen genutzt.

  • Standard-Remarketing: Alle Website-Besucher sehen Displayanzeigen
  • RLSA (Remarketing Lists for Search Ads): Frühere Besucher sehen angepasste Suchanzeigen
  • Dynamisches Remarketing: Nutzer sehen genau die Produkte, die sie angesehen haben
  • Kundenlistenabgleich: E-Mail-Listen werden mit Google- oder Meta-Profilen abgeglichen

Praxisbeispiel

Ein Fensterbauer in Mönchengladbach stellt fest: Viele Besucher schauen die Angebotsseite an, füllen aber das Kontaktformular nicht aus. Mit einer Remarketing-Kampagne auf Googles Display-Netzwerk und Instagram (Meta Ads) werden diese Nutzer 14 Tage lang mit Bildanzeigen des Unternehmens verfolgt. Die Conversion Rate der Remarketing-Kampagne liegt dreimal höher als bei der normalen Display-Kampagne – bei deutlich niedrigerem CPC.

Datenschutz und DSGVO

Remarketing ist datenschutzrechtlich relevant. Die DSGVO verlangt eine informierte Einwilligung (Consent) der Nutzer vor dem Setzen von Tracking-Cookies. Ein rechtssicheres Cookie-Consent-Management ist Pflicht. Google und Meta bieten Consent-Mode-Integrationen, die das Tracking datenschutzkonform gestalten.

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Häufig gestellte Fragen zu Remarketing

Was ist der Unterschied zwischen Remarketing und Retargeting?
Die Begriffe werden heute meist synonym verwendet. Ursprünglich bezeichnete Retargeting Cookie-basierte Wiederansprache über Display-Netzwerke, während Google den Begriff Remarketing für sein eigenes System prägte.
Wie lange sollte eine Remarketing-Liste gelten?
Typisch sind 7–90 Tage, je nach Kaufzyklus. Kurze Listen (7 Tage) sind für Impulskäufe sinnvoll, lange Listen (30–90 Tage) für erklärungsbedürftige Dienstleistungen mit längerer Entscheidungsphase.
Ist Remarketing ohne Cookies noch möglich?
Ja – über First-Party-Daten (Kundenlisten), Login-basiertes Targeting bei Google und Meta sowie Googles Privacy Sandbox. Die cookie-freie Zukunft verlagert Remarketing auf eigene Kundendaten.
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